Zum Hauptinhalt springen
Hemmer 37

Heimat für Generationen

1.2 Besonderheit meines Elternhauses

1.2 Besonderheit meines Elternhauses

Ich fand die Geschichte meines Elternhauses schon immer sehr interessant, schließlich bin ich dort aufgewachsen, sowie mein Vater und meine Oma. Der Vater meiner Oma mit seinen 15 Geschwistern bewohnte [Bild 2] das Haus zur NS-Zeit. Daher habe ich mich dazu entschieden meine Hausarbeit auch über die familiäre Lage zu schreiben.

Meine verstorbene Oma Elisabeth, geb. Stöppler ist 1942 geboren und lebte mit ihren Eltern, einer älteren Schwester, einem jüngeren Bruder und einer ledigen Tante im Stammhaus/Elternhaus der vorherigen Generation in Rinkerode, Hemmer 37. Meine Oma Elisabeth und meine Großtante Agnes erzählten aus der Nachkriegszeit: „Immer wieder kamen für sie fremde Männer aus Kriegsgefangenschaft in ihr Haus, die sie mit Onkel anreden sollte. Diese blieben erst einmal, setzten sich an den Tisch und wohnten ab dann im Haus mit.  Der letzte, Onkel Fritz, kam erst 1951 aus russischer Kriegsgefangenschaft. Er sah so verwahrlost aus, dass ihm nicht einmal seine eigenen Geschwister erkannt haben. In besonders schlechter Erinnerung blieb jedoch der Onkel August. Er blieb zunächst im Hause Stöppler. Beim Essen forderte er die Kinder auf, gerade zu sitzen und beim Essen nicht zu reden“. Dabei ergänzt die Schwester Agnes (Schwester meiner Oma): „Es war ein strenger Onkel, vor dem wir immer Angst hatten. Wir sollten mit Messer und Gabel essen, was in unserem Elternhaus mit vier oder fünf Jahren nicht üblich gewesen war. Er spielte auch den Nikolaus, was wir erst später erfuhren. Unsere „Missetaten“ schilderte er ausführlich und eindringlich“. Ein Zitat ist Agnes noch in guter /schlechter Erinnerung geblieben: „Wenn ich mal Kinder habe, werden sie mich morgens mit den Worten: „Guten Morgen hochverehrter Vater begrüßen“.“


Bild 2